Erster Akt: Erste Szene
Der alte Graf Maximilian Moor erhält endlich ein Lebenszeichen von seinem Sohn Karl. Der Brief, der ihm zu gestellt wurde, enthält jedoch wenig Erfreuliches:
Karl steckt anscheinend in ziemlichen Schwierigkeiten wegen der Folge eines Duells, für die man ihn bestrafen will. Der erschütterte Vater ahnte nicht, dass Franz ihn belügt und seinen Bruder aufs Schlimmste verleumdete.
Denn Franz hat Karls Brief abgefangen und gefälscht. Karl bittet seinen Vater gnädig, ihn wieder zuhause aufzunehmen und ihm die Möglichkeit zu geben, mit Amalia in der Heimat einen Neuanfang zu machen.
Mit Schmeicheleien und Versprechungen gelingt es Franz, den Vater für sich zu gewinnen und sich von Karl abzuwenden. Der alte Moor überlässt Franz auch das Antworten. Somit beginnt er seinen lang ersehnten Wunsch, die führende Position in der Familie einzunehmen und auch Amalia für sich zu erobern.
Erster Akt: Zweite Szene
Karl Moor hält sich mit einigen Männern in einer Wirtschaft im sächsischen Grenzgebiet auf. Er jammert über die Zeit und die Welt und flucht über das schlappe Kastratenjahrhundert. Ein sehr feuriger Libertiner in der Runde, Spiegelberg, geht sofort auf ihn ein. Er bedrängt Karl seinen Worten Taten folgen zu lassen. Die hitzige Diskussion wird durch das Eintreffen des Briefs von Franz Moor unterbrochen. Der Inhalt bringt Karl aus der Fassung und er stürzt aus der Wirtschaft. Spiegelberg heizt die Stimmung weiter an und gibt zum Ausdruck, dass er eine Räuberbande gründen will. Er wähnt sich nahe seinem Ziel, ihr Hauptmann zu sein, doch dann kommt Karl zurück in die Runde und lässt sich von der Bande überreden, die Bande zu befehligen. Wütend schwört sich Spiegelberg, Karl zu einem passenden Zeitpunkt zu verdrängen.
Erster Akt: Dritte Szene
Im Schloss der Familie Moor ist Franz unterdessen zu Amalia vorgedrungen. Er versucht alles, um sie für sich zu gewinnen. Doch er muss sich eingestehen, dass er damit keinen Erfolg hat. Franz schafft es weder seinen Bruder Karl bei ihr in ein schlechtes Licht zu rücken noch sich selbst in eine bessere Position zu bringen, indem er ihr vorspielt, dass sein Bruder sie verlassen wolle und er sie nun in seine Obhut nehmen soll. Doch Amalia durchschaut seine Absicht und weist ihn kühn ab.
Montag, 7. Januar 2008
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