Montag, 7. Januar 2008

4. Akt:

1. Szene: Karl verkleidet sich als „Graf von Brand“, um Zutritt zum Schloss zu gelangen. Beim Anblick seiner Heimat werden Kindheitserinnerungen in ihm geweckt.

2. Szene: Der verkleidete Karl geht in Begleitung von Amalia in die Ahnengalerie und zeigt sich zu deren Verwunderung höchst interessiert. Sie ist nicht in der Lage, ihn als Karl zu identifizieren. Als sie vor dessen Bild stehen bricht sie in Tränen aus und verlässt den Saal. Dies erkennt Karl als Zeichen tiefer Zuneigung für ihn. Auf Franz erscheint der „Graf von Brand“ von Anfang an verdächtig und er erkennt seinen Bruder schließlich auch.
Aus Angst beschließt er den Diener Daniel zum Brudermord anzustiften und will Karl vergiften lassen. Der alte Diener des Schlosses kann einen Mord jedoch aufgrund seines ausgeprägten Glaubens nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Franz setzt den Diener Daniel zunehmend mittels Drohungen unter Druck.

3. Szene: Als Daniel sich dem „Grafen“ in seiner Verzweiflung anvertraut, entdeckt er eine Narbe, wodurch Karl gezwungen wird sich auch ihm erkennen zu geben. Er spricht mit Daniel und erfährt von ihm von den fälschlichen Machenschaften seines Bruders Franz. Als er von Franz’ Mordplan erfährt, beklagt er sein grausames Schicksal und beschließt, dem alten Schloss den Rücken zuzukehren und leise zu verschwinden. Er überlässt seinem kaltblütigen Bruder die Herrschaft. Vor seiner Rückkehr zu den Räubern will er Amalia aber noch ein letztes Mal sehen, da er von dem Diener Daniel auch von deren Treue ihm gegenüber gehört hat.

4. Szene: Die vierte Szene handelt von Karls Begegnung mit Amalia. Er gibt sich ihr nach wie vor nicht zu erkennen, aber sie erzählen beide von ihren fernen Geliebten. Karl berichtet von seinen Untaten und erklärt somit, dass er deshalb nicht zu seiner Geliebten zurückkehren könne. Amalia hingegen ist glücklich darüber zu wissen, dass ihr Geliebter ein rechtschaffener und gutmütiger Mensch ist, der keiner Fliege etwas zuleide tun könnte. Sie beginnt das „Hektorlied“ zu singen, dass auch Karl in Erinnerung geblieben ist. Als er beginnt die 2. Strophe zu singen hat er ihr dadurch seine wahre Identität verraten, flieht allerdings vom Schloss.

5. Szene: Vor dem Schloss rastet seine Räuberbande in einem nahe gelegenen Wald und wartet auf Karl und seinen Begleiter Kosinsky. Die Bande wird schon unruhig, wegen der langen Abwesenheit der beiden. Spiegelberg, der schon die ganze Zeit über auf eine passende Gelegenheit lauerte, selbst Kopf der Bande zu werden, nutzt die unsichere Situation aus und zweifelt die hohe Position von Karl an. Gemeinsam mit Razmann schmiedet er Pläne den Hauptmann zu verdrängen, wobei sie aber von Schweizer belauscht werden, der Spiegelberg in seiner Empörung darüber ersticht und Razmann aus der Bande verweist.
Kosinsky und Karl kehren in dem Moment zurück und Karl, der noch immer verstört ist von dem fälschlichen Bild, das Amalia von ihm hat, lässt sich eine Laute geben und zieht sich zurück. Er verspürt Selbstmordgedanken, verwirft sie jedoch schnell wieder, da er den Weg, den er mit den Räubern eingeschlagen hat bis zu Ende gehen will. Etwas später in der Nacht stößt er auf Herrmann, der gerade vom Kerker kommt und den dort Gefangenen mit Essen versorgt. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Eingekerkerten um den alten Grafen, Maximilian von Moor handelt. Karl befreit seinen Vater, gibt sich aber auch ihm nicht zu erkennen, erfährt von ihm aber von den Intrigen seines Bruders. Karl begreift, dass sein Bruder Franz nicht einmal vor der Gefangenschaft seines Vaters zurückschreckt und kocht vor Wut. Er beschließt sich an seinem Bruder zu rächen und befiehlt den Räubern das Schloss anzubrennen und ihm Franz lebendig auszuliefern.

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