2.Akt
1. Szene: Amalias Abfuhr stachelt Franz von Moor noch mehr zu kaltblütigen Taten an. Um Herrscher des Hauses zu werden, muss jedoch der alte Moor zuvor sterben, damit er das Erbe antreten kann. Franz schmiedete den Plan, ihm fälschlicherweise zu erzählen, Karl sei ums Leben gekommen. Hermann, der dem alten Moor aus früheren Zeiten nicht gut gesonnen war, will er für sich als Mittäter gewinnen. Hermann soll dem alten Moor die Geschichte überbringen, damit er nicht selbst für den Tod seines Vaters verantwortlich gemacht werden kann. Dieser willigte ein, da Franz ihm im Gegenzug die Liebe von Amalia verspricht.
2. Szene: Hermann überbringt dem Vater die Nachricht seines toten Sohnes, was der alte Moor kaum verkraftet. Er und auch Amalia sind zutiefst erschüttert, als sie die bittere „Wahrheit“ auch von Hermann bezeugt bekommen. In seiner Verzweiflung erkennt Maximilian von Moor jedoch die Intrige des Franz’. Trotz großer Enttäuschung bietet der alte Moor seinem jüngeren Sohn die Versöhnung an, der dies aber nicht zu schätzen weiß. Als Maximilian von Moor die Bibelgeschichte des verlorenen Sohns vorgelesen bekommt, zerbricht er daran und es scheint als sei er tot. Franz sieht sich schon freudig als Thronfolger an.
3. Szene: Karl treibt indessen weiterhin seine Untaten mit seiner Räuberbande. Er vertritt die Einstellung, mit seinen Verbrechen Gerechtigkeit zu schaffen. Spiegelberg und Razmann stehen nicht hinter dieser Einstellung, da sie die Verbrechen begehen, um sich zu rächen, sich durch Raubüberfälle zu bereichern oder sich einfach zu amüsieren. Durch eine spontane Rettungsaktion Karls, durch die Roller vor dem Galgen gerettet wurde, steigt sein Ansehen noch weiter bei seinen Kameraden. Die Kameradschaft geht so weit, dass die Räuber das Angebot eines Paters der Vergebung ihre Schandtaten gegen die Auslieferung ihres Anführers Karl Moors, ausschlagen und für ihn kämpfen.
Montag, 7. Januar 2008
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